You are here: Home Beruf Hochschulsekretär*in Vergütung im Hochschulsekretariat

Vergütung im Hochschulsekretariat

Danke für Ihre Anfragen. Entsprechend Ihrem Wunsch nach Informationen biete ich neben der Einzelberatung hier den aktuellen Stand zur Vergütung in den Hochschulsekretariaten:

Vergütung

Inzwischen sind alle Sekretärinnen, bei denen dies eine Entgelterhöhung bedeutet, von der Entgelstufe 5 in die Entgeltstufe 6 überführt worden. Dank intensiver Bemühungen des Personalrates und der Beauftragten für Chancengleichheit konnte diese tarifpolitisch wichtige Maßnahme zukzessive umgesetzt werden.

Seit 2012 gibt es für Fremdsprachensekretärinnen wieder die Eingruppierungen E6 bis E9, je nach Anforderungen und Anzahl der beherrschten Fremdsprachen. Als Vorraussetzung für eine Eingruppierung nach den Merkmalen für Fremdsprachensekretärinnen gelten:

  1. Sie müssen die Fremdsprachen mit einem Zeugnis nachweisen Zum Beispiel als Fremdsprachenkorrespondentin, Europasekretärin, mit einem Cambridge Business Certificate oder Bachelor-Abschluss. Der Abschluss muss mindesten dem Niveau B2 des Europäischen Referenzrahmens für Fremdsprachenabschlüsse entsprechen.
  2. Anforderungen an den Arbeitsplatz: An Ihrem Arbeitsplatz müssen die fremdsprachlichen Tätigkeiten mindestens 50% Ihrer regelmäßigen Arbeitszeit ausmachen und die Professur muss über eine E6/9-Stelle verfügen.

Chronologie der Proteste und Aktionen

 

2009: Erfolgreiche Unterschriftenaktion der Beauftragten für Chancengleichheit Katharina Klaas der Universität Freiburg mit über 300 Unterschriften von Sekretärinnen, Sekretären, Professorinnen und Professoren. Übergabe der Unterschriften an: Rektorat, MWK, Personalrat, Hauptpersonalrat, ver.di.

Ähnliche Aktion an der Uni Konstanz. Entschluss der Uni Tübingen, keine Hochschulsekretärin mehr unterhalb der E6 einzugruppieren. Positionspapier der Gewerkschaft ver.di, welches die Forderungen der Sekretärinnen in Baden-Württemberg unterstützt und an die Tarifkommission weitergeleitet wird. Wichtige Informationen dazu:

 

Die Aufforderung des MWK an die Hochschulen, die Eingruppierung der Sekretariatskräfte zu überprüfen: Viele Mitarbeiter/innen werden als Schreibkräfte eingestuft, Schreibtätigkeiten machen jedoch deutlich weniger als 50% der gesamten Tätigkeiten aus. Damit sind viele Beschäftigte als Schreibkräfte falsch eingruppiert und müssten entsprechend ihrer tatsächlichen Tätigkeit als Verwaltungsangestellte eingruppiert werden. Dies sollen die Hochschulleitungen überprüfen.

Aussagen von Vertretern des MWK: Der Stellenhaushaltsplan ist nicht mehr bindend, sondern dient nur noch als Übersicht. Stellen können anders besetzt werden, nur das Gesamtbudget darf nicht überschritten werden. Der Overhead der Drittmittel (30%) kann von den Hochschulen selbst verwendet/verteilt werden, auch für die Erledigung von administrativen Tätigkeiten. Die Diskrepanz in den Sekretariaten von Vergütung und Aufgabenbeschreibung laut Arbeitsvertrag einerseits und tatsächlich ausgeübten Tätigkeiten andererseits wird anerkannt.

Aussage von ver.di Vertretern/Vertreterinnen: Tarifrecht bricht Haushaltsrecht: die jeweilige Ausweisung einer Stelle im Haushaltsplan oder Stellenplan ist für die Angestellten im öffentlichen Dienst unbeachtlich. (BAG, 4. Senat vom 31.01.1979) Der Stellenplan ist so einzurichten, dass er mit den Tätigkeitsmerkmalen der Beschäftigten in Einklang steht.

Am 11. Mai 2010 fand eine Informationsveranstaltung für Hochschulsekretärinnen statt. Eingeladen hatte die Beauftragte für Chancengleichheit, Katharina Klaas. Referentin war Frau Gabriele Strnad, ver.di-Juristin, vom Personalrat war Frau Erika Mönch anwesend. Der Hauptpersonalrat in Stuttgart unterstützt das Anliegen der Hochschulsekretärinnen.

Die Anfrage des Ministeriums an die Hochschulen (siehe Punkt 6.) wurde nur von einer baden-württembergischen Hochschule beantwortet. Ein Eigenengagement der Betroffenen ist daher für die richtige Eingruppierung unumgänglich.

Oktober 2010: Umfrage unter allen Schreibkräften der Uni Freiburg, durchgeführt von Katharina Klaas und dem Personalrat, da hier wahrscheinlich die größten Unterschiede zwischen Tätigkeitsbeschreibung laut Arbeitsvertrag und tatsächlicher Arbeit vorliegen. Ergebnis: ca. 30% Rücklauf, die überwiegende Mehrheit der Antworten bestätigt, dass Schreibtätigkeiten weit weniger als 50% der regelmäßigen Tätigkeit ausmachen.

2011: Verschiedene Gespräche zwischen Personalabteilung, Personalrat und BFC. Durch die neue Eingruppierungsordnung zum TV-L ab 2012 kommen die Bewährungsaufstiege bis 6 Jahre wieder zurück, der Schreibkrafttarif wird nicht mehr verlängert.

Oktober 2011: Weiteres Anschreiben an ausgewählte Sekretärinnen der Entgeltgruppen E3 und E5 der Universität Freiburg, um die Eingruppierungen zu überprüfen und evtl. anzupassen. Viele Kolleginnen konnten nach E5 oder E6 höhergruppiert werden.

2012: Gespräch der Hochschulinitiative Heidelberg stellvertretend für alle lokalen Initiativen mit der Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg Theresia Bauer.

2015: An der Universität Freiburg werden alle Lehrstuhlsekretärinnen der Entgeltgruppe 5 in die Entgeltgruppe 6 überführt, es sei denn, alte Zulagen sind günstiger.

2018: Betroffene Frauen organisieren sich bundesweit in der BuKoF-Kommission "Mitarbeiterinnen in Technik und Verwaltung (MTV)".